Ich bin anders - Du bist anders

 

Projekt über den Umgang mit Behinderung

Ziel und Ergebnis: Verständnis und Annäherung

Behinderte und nicht-behinderte Kinder spielen im Schulhof.
Eine Lehrerin hält mit Kindern gemeinsam ein Sonnenschutzdach über andere Kinder.
Kontaktaufnahme unter Kindern.
Kinder gehen an Kindern vorbei, die im Rollstuhl sitzen.
Verständigung durch Blickkontakt und Nachahmen der Bewegungen.

Der Weg dorthin: Das Projekt "Ich bin anders - Du bist anders"

 

Ausgangslage
Neben der Schule Brioschiweg 3 befindet sich das Sonderpädagogische Zentrum (SPZ) Brioschiweg 1. (Zitat aus www.dielebenshilfe.at: 'Durch sonderpädagogische Förderung soll für behinderte Kinder eine ihren persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen entsprechende schulische Bildung und Erziehung verwirklicht werden.')
Durch den gemeinsamen Schulweg kommt es immer wieder zu Begegnungen von Schüler/innen unserer Schule mit Schüler/innen des SPZ.
Manchmal hatten unsere Schüler/innen mit Kindern des SPZ Streit oder beobachteten einen solchen. Sie fragten ihre Lehrerin, Frau Bachmann: "Was sind das eigentlich für Kinder - die da drüben?"
Frau Bachmann und Lehrerinnen des SPZ entwickelten gemeinsam Projektideen für ein gegenseitiges Kennenlernen. Die Projektumsetzung erfolgte im Mai und Juni 2009.
Einstimmung

Ausgangslage

Neben der Schule Brioschiweg 3 befindet sich das Sonderpädagogische Zentrum (SPZ) Brioschiweg 1. (Zitat aus www.dielebenshilfe.at: 'Durch sonderpädagogische Förderung soll für behinderte Kinder eine ihren persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen entsprechende schulische Bildung und Erziehung verwirklicht werden.')

Durch den gemeinsamen Schulweg kommt es immer wieder zu Begegnungen von Schüler/innen unserer Schule mit Schüler/innen des SPZ.

Manchmal hatten unsere Schüler/innen mit Kindern des SPZ Streit oder beobachteten einen solchen. Sie fragten ihre Lehrerin, Frau Bachmann: "Was sind das eigentlich für Kinder - die da drüben?"

Frau Bachmann und Lehrerinnen des SPZ entwickelten gemeinsam Projektideen für ein gegenseitiges Kennenlernen. Die Projektumsetzung erfolgte im Mai und Juni 2009.

Einstimmung

Mundmalerin
Fußmaler

 

In Diskussionsrunden tasteten sich Frau Bachmann und ihre Schüler/innen an das Thema heran. 

Es wurde über die äußeren Unterschiede zwischen den Teilnehmer/innen der Diskussionsgruppe gesprochen, über Fertigkeiten und Fähigkeiten, über Stärken und Schwächen.

Dann wurde über Gefühle gesprochen, über Ekel, befremdet sein, unangenehm berührt sein.

Die Kinder betrachteten Bilder von Rollstuhlfahrern. Sie probierten auch aus, wie es ist, beim Malen den Pinsel nicht mit der Hand sondern mit dem Mund oder dem Fuß zu halten.

Mit Hilfe des Internets und ihrem eigenen Wissen gestalteten Kinder Plakate darüber, was ein blinder Mensch braucht. In der Klasse wurden viele 'blinde Spiele' gespielt. Dabei wurde das Gehör der Kinder besonders trainiert.

Begegnungen mit Erwachsenen

Bei einer Führung durch die Reservegärten erlebte die Klasse einen sehr kompetenten und freundlichen Führer durch die Gärten, der einen Wolfsrachen hatte und dessen Lippe und Sprache verändert waren. Trotzdem zeigten die Kinder keine Ablehnung oder Unaufmerksamkeit.

Herr Mayerhofer war mit 3 Jahren erblindet. Er besuchte die Kinder in der Schule und zeigte ihnen viele interessante Dinge aus seinem Leben. Sein Computer hatte eine Stimme, die ihm vorlas und der Computer verstand gesprochene Befehle. Das Handy war mit speziellen Funktionen ausgerüstet und ganz wichtig war auch sein 'Auge', der weiße Stock. Die Kinder schrieben auf einer kleinen Brailleplatte und mit der Brailleschriftschreibmaschine und spielten mit Herrn Mayerhofer 'blinde Spiele'. Zuletzt führten sie unseren Gast durch das Schulhaus bis zum Tor. Einige waren sichtlich beeindruckt, dass er ganz alleine blind zum Bus ging.

Besuche in der jeweils anderen Schule

Frau Meszaros und Frau Dvorak, Lehrerinnen im Sonderpädagogischen Zentrum Brioschiweg 1 (SPZ), luden Kinder der 3b unserer Schule in 4er-Gruppen in ihre Klasse im SPZ ein. Die Kinder sangen, spielten und beobachteten das Geschehen in der fremden Klasse. Viele Schüler/innen kamen still und nachdenklich zurück, andere wollten über ihren Mut sprechen, andere wiederum hatten das Gefühl, behinderte Kinder jetzt besser zu verstehen.

Über Gefühle wie Betroffenheit, Befremdung, Angst, Ekel und Hilflosigkeit wurde im Klassenverband gesprochen.

Wir luden die Kinder des SPZ zu zwei motopädagogischen Übungseinheiten im Turnsaal ein. Gemeinsam wurde gespielt und geturnt, was den Kindern viel Freude machte und wir als großen sozialen Erfolg sehen.

Zum Abschluss gab es ein kleines Fest für alle. Die Kinder sangen und spielten etwas vor und überbrachten ein selbst gebautes 'Tastmemory' als Dank für die Gastfreundschaft.